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Soldatenkomitee gegen innere Einsätze Hintergrund |
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Was sind "innere Einsätze"? In der öffentlichen Diskussion werden mit dem Begriff "innere Einsätze" zwei Aufgabentypen verstanden, welche die Schweizer Armee in den letzten Jahren vermehrt übernommen hat: Botschafts- und Konferenzbewachung. Botschaftsbewachung: Nach Anschlägen vom 11. September 2001 verstärkten WK-Einheiten die Bewachung von Botschaften und Konsulaten in Bern, Genf und Zürich. Rund 40% aller WKs finden mittlerweilen zu diesem Zweck statt. Viele Soldaten beklagen sich über die monotonen, geisttötenden Bewachungsaufgaben. Ausserdem wird oft bezweifelt, ob die Soldaten - es werden auch Artilleristen und Übermittler mit einem geladenen Sturmgewehr vor Botschaften gestellt - über eine genügende Ausbildung verfügen, um in heiklen Situationen richtig zu reagieren. Konferenzen: Seit den grossen globalisierungskritischen Demonstrationen zu Beginn dieses Jahrtausends wurde die Armee auch anlässlich von internationalen Konferenzen wie dem WEF in Davos, dem Welt-Informationsgipfel WSIS oder dem G8-Gipfel in Evian 2003 eingesetzt. Bisher kam die Armee dabei nie in direkten Kontakt mit Demonstrierenden. Das Militär besitzt unterdessen jedoch auch die Ausrüstung, um "unfriedlichen Ordnungsdienst" zu leisten.Konkret heisst das: Schlagstöcke, Pefferspray etc. um Demonstrationen gewaltsam aufzulösen. |
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Welche Gründe stehen hinter dem massiven Ausbau der inneren Einsätze durch die Armee? Du findest hier einige Artikel und Dokumente, die der Frage nachgehen, was die Armee mit dem massiven Ausbau der inneren Einsätze bezweckt und welche Folgen dieser Ausbau hat.
Das Soldatenkomitee hat sich am 2. Dezember 2004 an der Pressekonferenz "Keine Soldaten gegen DemonstrantInnen - Nein zum WEF-Einsatz der Schweizer Armee" der GSoA beteiligt. Zwei Soldaten legten dabei die Gründe dar, warum sie den Einsatz in Davos verweigern werden. Weitere Informationen zur Pressekonferenz sind hier zu finden. Verschiedene Schweizer Medien, darunter die Tagesschau und der Tagesanzeiger, berichteten über die Pressekonferenz. |
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Welche inneren Einsätze gab es in der Vergangenheit? In der Schweiz gibt es eine lange und blutige Tradition von Militäreinsätzen gegen die eigene Bevölkerung. Vorallem gegen Streikende, Kommunisten, Bauern und jurassische Separatisten wurde die Armee eingesetzt. Im kollektiven Gedächtnis haben sich besonders die Truppenaufgebote um den Landesgeneralstreik 1918 engebrannt, welche insgesamt rund ein Dutzend Tote forderten. Am 9. November 1932 erschossen überforderte Rekrutenin Genf 13 antifaschistische Demonstranten und verletzten 65 weitere. Eine umfassende Aufzählung der Armee-Einsätze gegen Innen findet sich hier. |
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Wer stellt sich gegen die Einsätze im Innern? Die Opposition gegen die Verwendung der Armee im Innern ist äusserst vielfältig. Es lassen sich mindestens vier ganz verschiedene Gruppierungen unterscheiden:
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Wer ist das "Soldatenkomitee gegen innere Einsätze"? Das "Soldatenkomitee gegen innere Einsätze der Schweizer Armee" wurde im Herbst 2004 von SoldatInnen der Schweizer Armee ins Leben gerufen, die bereits einen Einsatz im Innern hinter sich hatten oder befürchteten, in Zukunft einen solchen leisten zu müssen. Es nahm die Proteststimmen auf, die sich auch bereits während des Jahres 2003 gegen den Einsatz am G-8-Gipfel zur Wehr gesetzt hatten (vgl. Artikel im Tagesanzeiger vom 21.5.2003). Ende 2004 machte das Komitee erstmals öffentlich auf sich aufmerksam, als es sich an der Pressekonferenz der GSoA vom 6. Dezember 2004 beteiligte. Die GSoA rief an der Pressekonferenz die Schweizer Soldaten dazu auf, ihren Dienst am World Economic Forum vom Januar 2005 zu verweigern. Eine Liste der Mitglieder und der UnterzeichnerInnen der Plattform des "Soldatenkomitees gegen innere Einsätze" ist hier zu finden. Erreichbar ist das Soldatenkomitee via Email an info@soldatenkomitee.ch. |
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